Wissenswertes

Wie sieht ein Notfalldienst bei Tierärzten aus?
Liebe Tierbesitzer,
wenn Sie einen tierärztlichen Notdienst anrufen, denken Sie daran, dass auch die Tierärzte, die diesen Dienst leisten, oft mitten in der Nacht aufstehen müssen, um Ihrem Tier zu helfen. Anders als in einem Krankenhaus, wo das Personal im Dienst ist, werden Tierärzte aus dem Schlaf gerissen, um in Notfällen zu helfen. Bitte überlegen Sie gut, ob es sich um einen echten Notfall handelt, bevor Sie um 2 Uhr nachts anrufen. So helfen Sie, die Tierärzte zu entlasten und sicherzustellen, dass echte Notfälle schnell versorgt werden können. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Erste-Hilfe-Themen

Wie erkenne ich einen Notfall bei meinem Haustier? (Quelle: www.confidu.com)
Notfall? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren: 071 420 02 06

Es ist ein Notfall, wenn sich etwas bewegt, das nicht sein sollte. Zum Beispiel bei einem Knochenbruch.
Es ist ein Notfall, wenn ihr Tier Gift, Fremdkörper oder Tabletten gefressen hat.
Es ist ein Notfall, wenn ein Körperteil abgefallen ist.
Es ist ein Notfall, wenn Ihr Hund, Ihre Katze ständig erbricht.
Es ist ein Notfall, wenn Ihr Hund, Ihre Katze eine tiefe Verletzung hat.
Es ist ein Notfall, wenn Zunge oder Ballen anstatt rosa blau sind.
Es ist ein Notfall, wenn Ihr Hund, Ihre Katze sich nicht mehr bewegt, zB. bei einer Lähmung oder Koma.

Was mache ich, wenn mein Hund oder meine Katze etwas Giftiges gefressen hat?

Wenden Sie sich sofort an den Tierarzt und nennen Sie möglichst die aufgenommene Substanz. Aktivkohle kann in manchen Fällen helfen, aber niemals ohne Rücksprache verabreichen! http://www.vetpharm.uzh.ch/

Wie messe ich meinem Hund meiner Katze Fieber?

1. Vorbereitung: Verwenden Sie ein digitales Thermometer und Gleitgel.

2. Beruhigen: Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Hund und streicheln Sie ihn.

3. Messung: Führen Sie das Thermometer vorsichtig 1–2 cm in den After ein und warten Sie, bis die Messung abgeschlossen ist.

4. Normalwerte: Die Körpertemperatur sollte zwischen 37,5 und 39°C liegen.

Wann zum Tierarzt?

• Temperatur über 39,5°C oder unter 37°C.

Tiermedizinische Themen

Was genau ist ein Tumor?
Ein Tumor ist ein Wachstum im Körper und nicht zwangsläufig bösartig. Es gibt viele gutartige Tumore, die keine ernsthaften Probleme verursachen. Es ist wichtig, sich bei einem Tumor immer professionell beraten zu lassen.

Was tun, wenn mein Hund, meine Katze plötzlich erbricht oder Durchfall hat?

Erbrechen und Durchfall können harmlos sein, aber auch auf ernste Probleme hinweisen. Beobachten Sie Ihr Tier: Hat es Appetit? Trinkt es genug? Bei starkem Erbrechen, blutigem Durchfall oder Schwäche sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Geben Sie keine Hausmittel ohne Rücksprache!

Was sollte ich tun, wenn mein Haustier eine Wunde hat?

Reinigen Sie die Wunde vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einem desinfizierenden Spray. Legen Sie einen sauberen Verband an, um die Wunde zu schützen. Bei tiefen oder stark blutenden Verletzungen sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Was tun, wenn mein Hund, meine Katze humpelt?

Lahmheit kann durch Verletzungen, Gelenkprobleme oder Überlastung verursacht werden. Ruhen Sie das Tier zunächst aus und vermeiden Sie Belastung. Wenn das Humpeln länger als 24 Stunden anhält oder das Tier starke Schmerzen hat, suchen Sie einen Tierarzt auf.

Soll ich meinen Hund kastrieren lassen?

Die Kastration eines Hundes bietet viele Vorteile, wie die Vermeidung unerwünschten Nachwuchses und die Reduzierung hormonell bedingter Verhaltensweisen. Dennoch ist es wichtig, den Eingriff individuell auf den Hund und seine Lebensumstände abzustimmen.

Der richtige Zeitpunkt

Der Zeitpunkt der Kastration hängt von der Entwicklung des Hundes ab. Frühkastrationen können bei einigen Hunden gesundheitliche oder verhaltensbedingte Nachteile haben. Es ist oft sinnvoll, die körperliche und hormonelle Reife abzuwarten, insbesondere bei größeren Rassen.

Rassespezifische Unterschiede

Manche Hunderassen reagieren empfindlicher auf eine Kastration als andere. Bei bestimmten Rassen können sich zum Beispiel Gelenkprobleme oder das Risiko für bestimmte Tumorarten erhöhen. Eine tierärztliche Beratung hilft, solche Risiken einzuschätzen.

Einfluss der Lebensumstände

Auch die Lebenssituation des Hundes spielt eine Rolle. Lebt er mit anderen Hunden zusammen oder in einer Umgebung mit vielen unkastrierten Tieren, kann eine Kastration sinnvoller sein als bei einem Hund, der eher isoliert gehalten wird.

Geschlechtsspezifische Überlegungen

Bei Rüden kann eine Kastration hormonbedingte Verhaltensprobleme wie Aggressivität oder übermäßiges Markieren reduzieren. Bei Hündinnen senkt eine Kastration das Risiko für Gebärmuttererkrankungen und hormonelle Störungen wie Scheinschwangerschaften.

Alternative Optionen

In manchen Fällen kann eine chemische Kastration sinnvoll sein, um die Auswirkungen des Eingriffs zunächst zu testen. Diese Methode ist reversibel und bietet die Möglichkeit, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Letztlich sollte die Entscheidung zur Kastration immer in Absprache mit einem Tierarzt getroffen werden, der alle individuellen Faktoren berücksichtigt. So wird sichergestellt, dass der Eingriff den bestmöglichen Nutzen für den Hund und sein Wohlbefinden bietet.

Themen zur Prävention

Wie oft sollte ich mit meinem Haustier zur Kontrolle beim Tierarzt?

Regelmäßige Gesundheitschecks sind wichtig, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Für junge, gesunde Tiere reicht oft ein jährlicher Besuch. Ältere Tiere oder solche mit Vorerkrankungen sollten halbjährlich untersucht werden. Ihr Tierarzt kann individuelle Empfehlungen geben.

Welche Parasiten sollte ich im Auge behalten, und wie kann ich mein Tier schützen?

Zecken, Flöhe und Würmer sind die häufigsten Parasiten bei unseren Haustieren. Verwenden Sie regelmäßig Präparate zur Vorbeugung und lassen Sie sich diesbezüglich bei Ihrem Tierarzt beraten. Kontrollieren Sie Ihr Tier besonders nach Spaziergängen in der Natur. Parasitenkontrolle

Warum ist regelmäßige Entwurmung so wichtig?

Würmer können die Gesundheit Ihres Tieres und Ihrer Familie gefährden. Regelmäßige Entwurmungen – mindestens viermal im Jahr – schützen vor Befall. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, welches Präparat für Ihr Tier geeignet ist. Parasitenkontrolle

Wie erkenne ich Übergewicht bei meinem Hund und was kann ich tun?

Ein Hund ist übergewichtig, wenn die Rippen nicht mehr fühlbar sind oder der Bauchumfang deutlich zunimmt. Sprechen Sie mit dem Tierarzt über eine passende Diät und mehr Bewegung.

Wichtiges für das Zusammenleben mit einem älteren Hund oder einer älteren Katze

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bedürfnisse von Hunden und Katzen. Ältere Tiere benötigen besondere Aufmerksamkeit, um ihre Lebensqualität zu erhalten und mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Hier sind die wichtigsten Punkte:

1. Regelmäßige Gesundheitskontrollen

Ältere Tiere sollten mindestens einmal jährlich, besser halbjährlich, beim Tierarzt vorgestellt werden. Routineuntersuchungen helfen, altersbedingte Krankheiten wie Arthrose, Zahnprobleme oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

2. Angepasste Ernährung

Mit dem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel. Seniorenfutter ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Tiere abgestimmt: Es enthält weniger Kalorien, ist leicht verdaulich und oft mit Nährstoffen wie Glucosamin oder Omega-3-Fettsäuren angereichert, um Gelenke und Immunsystem zu unterstützen.

3. Gelenkschutz und Bewegung

Ältere Tiere neigen zu Bewegungseinschränkungen. Regelmäßige, aber moderate Bewegung ist wichtig, um die Muskulatur zu stärken und die Gelenke beweglich zu halten. Rutschfeste Teppiche und eine gemütliche Liegefläche erleichtern den Alltag.

4. Zahnpflege nicht vernachlässigen

Zahnprobleme sind bei älteren Tieren häufig. Achten Sie auf Mundgeruch, Schwierigkeiten beim Fressen oder Zahnfleischentzündungen. Eine regelmäßige Zahnpflege oder professionelle Zahnreinigung kann Schmerzen vermeiden.

5. Aufmerksamkeit für Veränderungen

Ältere Tiere zeigen oft subtile Anzeichen von Problemen. Achten Sie auf Verhaltensänderungen wie vermehrtes Schlafen, Appetitverlust, vermehrtes Trinken oder Unsauberkeit. Diese können Hinweise auf Erkrankungen sein.

6. Anpassung der Umgebung

Eine ruhige, stressfreie Umgebung ist für ältere Tiere besonders wichtig. Unterstützen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze mit erhöhten Futternäpfen, warmen und bequemen Schlafplätzen oder leichter zugänglichen Rückzugsorten.

7. Liebe und Geduld

Ältere Tiere schätzen Routine und Nähe. Verbringen Sie Zeit mit ihnen, gehen Sie auf ihre Bedürfnisse ein und bieten Sie Zuneigung. Oft brauchen sie etwas länger, um sich an neue Situationen oder Veränderungen anzupassen.

8. Geistige Aktivität fördern

Auch im Alter profitieren Tiere von geistiger Beschäftigung. Intelligenzspielzeug, Schnüffelspiele oder sanftes Training fördern die mentale Fitness und stärken die Bindung.


Mit einer angepassten Pflege und viel Aufmerksamkeit können ältere Hunde und Katzen ein erfülltes und glückliches Leben führen. Ihr Tierarzt hilft Ihnen, den Alltag optimal zu gestalten und die besonderen Bedürfnisse Ihres Tieres zu berücksichtigen.

Welche Gefahren lauern im Haushalt für mein Tier?

Folgende Pflanzen, Nahrungsmittel und Substanzen sind für Hunde und Katzen giftig:

  • Efeu, Lilien, Weihnachtssterne und viele weitere Pflanzen
  • Schokolade, Zwiebeln, Trauben, Avocado 
  • Putzmittel, Cannabis
  • Stromkabel

Sichern Sie diese Gegenstände außerhalb der Reichweite Ihres Haustiers, um Unfälle zu vermeiden. http://www.vetpharm.uzh.ch/

Wie erkenne ich, ob mein Haustier Schmerzen hat?
Tiere zeigen Schmerzen oft subtil: Sie ziehen sich zurück, fressen weniger oder zeigen verändertes Verhalten wie Hecheln, Zittern oder Aggressivität. Achten Sie auf solche Anzeichen und konsultieren Sie bei Unsicherheit den Tierarzt.

Themen für Unterwegs

Wie bereite ich mich auf eine Reise mit meinem Haustier vor?
Bevor Sie mit Ihrem Hund verreisen, ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend. Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Impfungen, insbesondere die Tollwutimpfung, auf dem neuesten Stand sind. Viele Länder verlangen einen Tollwuttiter, daher sollten Sie diese Anforderungen frühzeitig überprüfen. Auch eine umfassende Parasitenprophylaxe ist wichtig, um Ihren Hund vor Flöhen, Zecken und Würmern zu schützen. Planen Sie Ihre Reise daher rechtzeitig, um alle notwendigen Maßnahmen treffen zu können. So steht einer entspannten und sicheren Reise nichts im Weg. Weiter Informationen finden Sie hier: https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/reisen-mit-heimtieren.html

Was gehört in eine Reiseapotheke?
Eine gut ausgestattete Reiseapotheke für Hunde ist auf Reisen unverzichtbar. Sie sollte Folgendes enthalten:

  • ein Fieberthermometer

      (Normaltemperatur Hund: 37.5-38.5 Grad, Katze: 37.5-39.0 Grad 

  •  ein Medikament  gegen Übelkeit
  • Aktivkohle für den Fall, dass der Hund etwas Giftiges gefressen hat
  • ein Handtuch, 
  • Hundekotbeutel
  • Wunddesinfektionsspray für kleinere Verletzungen
  • Schmerzmittel/Entzündungshemmer wie Metacam, die jedoch nur in Absprache mit dem Tierarzt verwendet werden sollten

Zusätzlich zu den genannten Elementen kannst du auch Verbandsmaterialien wie sterile Mullbinden, eine Pinzette für Zecken, eine Schere, Pfotenschutzcreme und eine Rettungsdecke hinzufügen. Diese Dinge können ebenfalls nützlich sein, um deinen Hund unterwegs optimal zu versorgen.

Was ist wichtig, wenn ich eine Katze, einen Hund transportiere?
Der Transport eines Haustieres erfordert eine gute Vorbereitung, um Stress für das Tier zu minimieren und Sicherheit zu gewährleisten. Hier sind die wichtigsten Punkte:
1. Die richtige Transportbox auswählen
• Wählen Sie eine stabile, gut belüftete Transportbox mit einer sicheren Verschlusstechnik. Wichtig: keine Weichboxen für den Katzentransport!
• Die Box sollte groß genug sein, damit das Tier sich hinlegen und drehen kann, aber nicht zu groß, damit es sich sicher fühlt.
• Boxen mit abnehmbarer Oberseite erleichtern das Ein- und Aussteigen sowie tierärztliche Untersuchungen.
2. Den Hund, die Katze an die Transportbox gewöhnen
• Stellen Sie die Box einige Tage vor dem Transport offen in der Wohnung auf, damit die Katze, der Hund sie erkunden kann.
• Legen Sie eine weiche Decke, ein Lieblingsspielzeug oder ein Kleidungsstück mit Ihrem Geruch hinein, um eine vertraute Umgebung zu schaffen.
• Belohnen Sie Ihr Tier, wenn es die Box betritt, um positive Assoziationen zu fördern.
3. Den Transport angenehm gestalten
• Vermeiden Sie Hektik beim Einsetzen der Katze, des Hundes in die Box. Gehen Sie ruhig vor, um Stress zu reduzieren.
• Decken Sie die Box mit einem leichten Tuch ab, um dem Tier ein Gefühl von Geborgenheit zu geben.
• Nutzen Sie bei längeren Fahrten rutschfeste Unterlagen und sorgen Sie dafür, dass die Box sicher steht und nicht verrutscht.
4. Während der Fahrt
• Sprechen Sie beruhigend mit dem Tier, um es  zu entspannen.
• Fahren Sie gleichmäßig und vermeiden Sie lautes Radio oder plötzliche Bremsmanöver.
• Lassen Sie Ihr Tier niemals während der Fahrt frei im Auto herumlaufen – das ist gefährlich für Sie und das Tier.
5. Häufige Fehler vermeiden
• Öffnen Sie die Transportbox niemals in ungesicherter Umgebung – Katzen, aber auch Hunde können aus Angst flüchten.
• Transportieren Sie Ihr Haustier nicht auf dem Arm oder in einem anderen unsicheren Behälter.
• Setzen Sie Ihr Tier nicht direktem Zug oder extremen Temperaturen aus.
6. Für besondere Fälle vorbereitet sein
• Bei sehr ängstlichen Tieren kann ein beruhigendes Spray mit Pheromonen hilfreich sein.
• Sprechen Sie bei längeren Reisen oder Flügen mit Ihrem Tierarzt über mögliche Beruhigungsmittel.
• Stellen Sie bei längeren Transporten sicher, dass Ihr Tier Zugang zu Wasser hat und gelegentlich die Box verlassen kann (in sicherer Umgebung).
Mit der richtigen Vorbereitung und Geduld wird der Transport Ihres Haustieres sicher und stressfrei verlaufen. Eine gewohnte Transportbox und ruhige Umgebung sind die besten Voraussetzungen, damit sich Ihre Katze, Ihr Hund wohlfühlt.